Kritik an «trägen» Behörden
Amazon: Drohnen-Tests ausserhalb der USA
publiziert: Dienstag, 9. Dez 2014 / 14:22 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Dez 2014 / 15:36 Uhr

Seattle - Der Online-Handelsriese Amazon droht damit, Freiluft-Tests für Zustelldrohnen vermehrt ausserhalb der USA durchzuführen. Denn dem Konzern zufolge ist die US-Luftfahrtaufsicht FAA einfach zu träge bei der Vergabe von Genehmigungen.

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Amazon fordert eine schnellere Öffnung des US-Luftraums für kommerzielle Drohnen-Pläne. Immerhin ist aus Sicht des Konzerns die wichtigste Hürde für Zustelldrohnen inzwischen nicht mehr die Technik - die rechtlichen Rahmenbedingungen stehen eher im Weg.

Feuer frei für «Prime Air»

Schon seit einer Weile ist bekannt, dass Amazon unter dem Namen «Prime Air» an Zustelldrohnen arbeitet. Dem Konzern zufolge ist es mittlerweile Zeit für Freiluft-Tests. Doch die Schaffung geeigneter rechtlicher Rahmenbedingungen für den kommerziellen Einsatz der kompakten Fluggeräte geht in den USA nur langsam voran.

Die langatmigen Auseinandersetzungen mit den US-Behörden sind dem Handelsriesen ein Dorn im Auge. «Ohne die Möglichkeit, bald Freiluft-Tests in den USA durchführen zu können, werden wir noch mehr unserer Forschungsressourcen ins Ausland verlagern müssen», so Paul Misener, Amazon Vice President für Global Public Policy, diese Woche in einem Brief an die FAA.

Drohnen-Konfrontationskurs

Vor rund einem Jahr hatte Amazon sein Projekt offiziell enthüllt, aber auch Google und andere basteln an Zustelldrohnen. Doch in den USA könnte es rauen Wind für solche Pläne geben. Das «Wall Street Journal» berichtete Ende November davon, dass die FAA für das Steuern kommerzieller Drohnen wohl einen Pilotenschein fordern wird, der eine Ausbildung an bemannten Flugzeugen umfasst.

Eben das schmeckt Amazon sichtlich wenig. Erst in der Vorwoche hatte CEO Jeff Bezos davor gewarnt, dass die USA aufgrund regulatorischer Hürden in Sachen Drohnen etwas den Anschluss verlieren könnten. Diesbezüglich legt nun Misener in seinem Brief an die FAA nach. Wenn es nicht «schnell grossen Fortschritt bei der Öffnung des Luftraums der USA» gebe, drohe das Land seinen Status als Zentrum der Innovation bei der Drohnen-Revolution zu verlieren.

Auch Jobs und wirtschaftliche Vorteile könnten demnach gefährdet sein. «Ohne zeitgerechte Genehmigung der FAA für Freiluft-Tests haben wir begonnen, Freiluft-Testanlagen ausserhalb der USA zu nutzen», heisst es in dem Schreiben Miseners. Das erlaube eine rasche Weiterentwicklung der Prime-Air-Drohnen. Amazon droht daher, seine Drohen-Entwicklung noch stärker aus den USA abzuziehen.

(bert/pte)

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