Zahnfüllungen, Prothesen oder Ersatzteile
3D-Drucker werden die Wirtschaft radikal verändern
publiziert: Dienstag, 9. Apr 2013 / 08:44 Uhr
Beim 3D-Druck werden Gegenstände schichtweise aus flüssigem Kunststoff oder Metall aufgebaut.
Beim 3D-Druck werden Gegenstände schichtweise aus flüssigem Kunststoff oder Metall aufgebaut.

Geschirr und Spielzeug aus dem Drucker - was lange eine Zukunftsidee war, könnte schon in wenigen Jahren grosse Bereiche der Wirtschaft radikal verändern und viele Unternehmen vor enorme Herausforderungen stellen.

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«3D-Drucker haben das Potenzial, schon in wenigen Jahren viele Wirtschaftszweige nachhaltig und stark zu verändern», sagte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands Bitkom.

In der IT- und Kommunikations-Branche gehen 81 Prozent der Unternehmen davon aus, dass die Technik einzelne Bereiche stark verändern werde, ergab eine vom Bitkom in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage.

Mit 3D-Druckern lassen sich alle möglichen Gebrauchsgegenstände produzieren, die Palette reicht von Materialien für Bau, Handwerk und Industrie über Geschirr und Industrie-Design bis hin zu Spielzeug. In der Industrie sind die Maschinen schon länger im Einsatz, bis vor kurzer Zeit waren sie für Normalnutzer oder Kleinunternehmen allerdings unerschwinglich. Inzwischen gibt es einfache Modelle ab 2000 Euro.

Langfristig dürften auch Zahnfüllungen, Prothesen oder Ersatzteile für Autos aus dem Drucker kommen, schätzt der Bikom. Beim 3D-Druck werden Gegenstände nach den Daten eines digitalen Modells schichtweise aus flüssigem Kunststoff oder Metall aufgebaut.

(Marie-Anne Winter/teltarif.ch)

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